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Copilot für 9000€ im Monat

  • Autorenbild: Veroo Consulting GmbH Microsoft Cloud Partner
    Veroo Consulting GmbH Microsoft Cloud Partner
  • 3. Nov. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Keine KI für den klassischen Mittelstand von Microsoft und Teams wird ausgelagert?


Das sind durchaus Schlagzeilen, die für einiges an Wirbel und Aufruhr sorgen können in den Unternehmen, die nicht zum großen Mittelstand oder den Konzernen gehören. Microsoft haut hier gerade einen Hammer nach dem anderen raus, nicht alles davon ist selbst verschuldet und alles hat natürlich seinen Grund und das auch berechtigt und wir haben uns mit all dem etwas näher auseinander gesetzt. Das Interview rund um die Thematik und was wir als Microsoft Partner, aber auch User und Fans davon halten im aktuellen Video bei Youtube.



Inhalt






9000€ pro Monat oder kein Copilot?!

KI in allen Formen und Farben stürmt seit Monaten sämtliche gesellschaftliche Bereiche und macht allen voran natürlich auch vor der Wirtschaft keinen Halt. Die Technologie hat das Potenzial, unser Leben vollkommen auf den Kopf zu stellen, auch im positiven Sinne. Denn mehr Effizienz, mehr Produktivität und geniale Skills werden mit und für uns erledigt. Wir können unsere Fähigkeiten sozusagen potenzieren, was Arbeit schneller und noch besser machen kann.

Nun pusht Microsoft seit Wochen das Thema Copilot, die digitale Assistenz, die den großen Unterschied zu anderen Large Language Models darin hat, dass sie im eigenen Unternehmenstenant integriert läuft und auf alle Daten und Dokumente zugreifen kann.... Alles schön und gut, aber nun konnten wir einem Schreiben des Konzerns entnehmen:

Moment mal, für euch nicht!

Das ist natürlich eine ziemliche Klatsche. Genau genommen ist es nämlich so: Entweder du investierst in 300 Seats, dh. 300x 30$ grob überschlagen - also 9000€ pro Monat, oder aber Copilot gibt's für dich nicht.



Mittelstand und Kleinunternehmen gehen leer aus

Das bedeutet für uns und einen Großteil unserer Kunden - auch wenn diese oftmals über diese Anzahl an Mitarbeitern hinausgehen - dass wir das weder nutzen könnnen noch wollen. Denn es ist nicht gewiss, dass von 500 Mitarbeitern 300 tatsächlich eine solche Lizenz nutzen würden, das Ganze dann auch noch effizient einsetzen oder diejenigen Mitarbeiter das Tool umgehend bedienen könnten. Die Frage nach dem Mehrwert und der Kosten-Nutzen-Analyse dürfte hier sehr kritisch ausfallen.

Selbst dann, wenn man viel kreativen Spielraum lässt.



KI-Integration als wichtiger Impuls für Mitarbeiter

Mal davon abgesehen, dass die Einführung neuer Technologien meist Zeit und relativ viel Überzeugungsarbeit bedeutet, so wäre die Integration einer derartigen Technologie ein großer Mehrwert für die Unternehmen. Denn der Zugang zur Technologie wäre für die Mitarbeiter gegeben und man könnte die Belegschaft etwas „offener“ halten und hineinführen. Hierbei spielen Vorbehalten, Veränderungsablehnung, aber auch kritisches Hinterfragen eine Rolle, denn Menschen verändern sich nicht nur ungern, sondern sind natürlich auch sehr skeptisch gegenüber Neuem.

Das ist durchaus berechtigt, wenn man bedenkt, dass hier eine neue Technologie noch unermesslichen Ausmaßes auf alle Daten zugreift – wohlgemerkt den Unternehmensdaten. Das kollidiert mit dem gerade in Deutschland beliebten „Denken in vier Wänden“ – die Menschen haben gern Daten in Ihren Ordnern, die niemand sehen kann und soll. Dieses Denken darf und sollte längst dem Team und den Teamdaten weichen.



Vorteile von Copilot für KMU's

Die Vorteile von KI, die - wie Copilot - integriert in meiner Microsoft 365 Welt läuft, sind enorm. Genial ist natürlich die Eingabe via Sprachbefehl, was mit etwas Übung die Formulierung voin Fragen, Wünschen und Forderungen auf Basis unserer Sprache zu formulieren. Durch den Zugriff auf all unsere Daten und Dokumente kann die KI diese nicht nur kombinieren und Rückschlüsse ziehen, dies zum Beispiel auch bei projektbezogenen Daten, E-Mails oder Gesprächsverläufen, sondern die KI kann auch alle Microsoft Office Anwendungen und Tools bedienen. Dies wird besonders bei kleinen Unternehmen zum Vorteil, da hier die Positionen meist breiter aufgestellt sind, die Aufgabenbereiche nicht so spezifisch und detailliert sind und die Mitarbeiter so die volle Power der Tools nutzen können, ohne alle Skills drauf zu haben.



KI dennoch nutzen

Wichtig - so ist das zumindest unserer Meinung nach - ist, dennoch am Ball zu bleiben. Was heute entschieden ist, bedeutet nicht, dass dies auf ewig so bleibt. So wird KI und Copilot auch irgendwann sicherlich für kleinere Unternehmen und User-Gruppen nutzbar sein. Die Welt der Technologie steht nicht still und so ergibt es durchaus Sinn, die Mitarbeiter in Bezug auf Bing Chat Enterprise aber auch Windows Copilot weiterzubilden.

Auch die Integration von KI über Power Automate ist möglich.


Der Teams-Hammer

Der nächste Hammer ist allerdings, dass Microsoft in Bezug auf ein EU-Gesetz oder Richtlinien das Kommunikationstool aus dem Microsoft365-Abonnement, sprich dem M365 Baukasten, herausnehmen muss.

Dadurch wird dieses Paket wohl etwas günstiger, Teams kommt jedoch separat noch oben drauf und insgesamt wird es laut bisherigem Wissensstand unsererseits etwas teurer. Das sorgt natürlich doppelt für Unmut, macht alles extrem kompliziert und hat einen etwas ungünstigen Touch, wenn man alle Entwicklungen der letzten Monate verfolgt, die geprägt waren von derartigen Nachrichten.

Ob all das dem Konzern Microsoft schaden wird, dadurch Kunden abwandern oder wie sich das Ganze entwickelt – hierzu sind wird sehr gespannt.


Not macht erfinderisch.

Wenn es einem Unternehmer des Mittelstands irgendwann zu doof wird, wird zwangsläufig nach Alternativen Ausschau gehalten. Die Konkurrenz steht nicht still und genau das will der Europäische Wettbewerb: Konkurrenzfähigkeit.

Und somit bleibt Microsoft kaum etwas anderes übrig, als das gigantische Kommunikationstool – das mittlerweile zum Deh- und Angepunkt vieler Unternehmer geworden ist – auszulagern.



Ein Punkt für treue Fans

Was jedoch positiv zu bemerken ist: Bei all diesen Entwicklungen wird diese Auslagerung von Teams aus dem Microsoft365-Paket nur die Unternehmen treffen, die als Neukunden hinzu kommen. Für Unternehmen mit bestehenden Tenants und Lizenzen wird das Tool integriert bleiben.


Wir wünschen weiterhin viel Erfolg mit Microsoft 365!

Sarah und das Team von Veroo Consulting

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