KI & Corporate Design
- Veroo Consulting GmbH Microsoft Cloud Partner

- vor 5 Tagen
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Präsentationen mit Copilot richtig erstellen
KI kann inzwischen erstaunlich viel. Texte schreiben, Inhalte strukturieren, Präsentationen vorbereiten und sogar komplette Dokumente erzeugen. Doch sobald es um Corporate Design geht, kommt sie an ihre Grenzen. Denn eine Präsentation soll nicht nur inhaltlich gut sein, sondern auch wirklich nach dem eigenen Unternehmen aussehen.
Genau hier zeigt sich in der Praxis häufig ein Problem. Und zwar, dass KI-generierte Dokumente entweder gar nicht CI-konform sind oder sie sehen jedes Mal ein bisschen anders aus.
Gerade bei PowerPoint-Präsentationen ist das besonders auffällig. Logos sitzen nicht sauber, Farben wirken ähnlich, aber nicht exakt oder die Schriftarten passen nicht richtig.
Demnach kannst du die Power, die KI eigentlich hat, gar nicht so recht ausnutzen und musst entweder einen Qualitätsmangel in Kauf nehmen oder doch selbst Hand anlegen. Ein richtiger Produktivitätskiller, den wir mit diesem Blog und passendem Video dazu besiegen möchten.
Inhalt
Das Grundproblem
KI baut oft nur nach
Die naheliegendste Lösung für viele Mitarbeiter liegt darin, eine bestehende Präsentation oder das Markenhandbuch als Referenz hochzuladen und Copilot zu bitten, die entstehende Datei im selben Design zu gestalten. Klingt auf den ersten Blick auch logisch, aber führt leider nicht automatisch zu dem erzielten Ergebnis bzw. einer Präsentation, die auch als Unternehmensvorlage dienen kann.
Denn KI baut die Folien nur nach.
Und genau das ist der Kern des Problems. Wenn du nämlich anschließend eine neue Folie einfügen möchtest, erscheint plötzlich eine leere weiße Seite.

Kein Logo, keine definierte Formatierung, kein sauberer Folienmaster. Die KI hat also optisch etwas erzeugt, aber keine tragfähige PowerPoint-Struktur geschaffen, mit der du und dein Team langfristig sauber weiterarbeiten könnt. Zusätzlich dazu sind die Ergebnisse nicht konstant und ähneln sich lediglich. Und für Unternehmen ist „so ähnlich“ eben nicht genug. Corporate Design lebt von Wiedererkennbarkeit, Konsistenz und Verlässlichkeit. Wenn jede KI-generierte Präsentation leicht anders aussieht, entsteht genau das Gegenteil. Es entstehen Uneinheitlichkeit statt Markenstärke.
Das Microsoft Brand Kit
Guter Ansatz, aber noch nicht perfekt
Um diese beiden Probleme anzugehen, hat Microsoft das M365 Brand Kit eingeführt. Dort kannst du wie ein digitales Markenhandbuch deine Logos, Schriftarten, Bilder und Vorlagen hinterlegen.

Anlegen, kannst du das Brand Kit über deine Copilot App unter „Create“.

Jedoch benötigst du hierfür administrative Rechte, was die Funktionalität des Brand Kits bereits etwas einschränkt. Die viel größere Einschränkung liegt jedoch darin, dass im aktuellen Stand das Brand Kit vor allem in Zusammenarbeit mit Copilot Chat und Cowork noch nicht durchgängig referenziert oder sauber angewandt und teilweise nicht gefunden wird, obwohl du explizit im Prompt erwähnst, dass es verwendet werden soll.
Wo das Brand Kit aktuell am besten funktioniert
Trotz der Tatsache, dass das Brand Kit noch immer in den Kinderschuhen steckt, kannst du für PowerPoint-Präsentationen dennoch darauf zugreifen. Denn dort kannst du über den integrierten Copilot von PowerPoint eine Marke beim Erstellen auswählen und in diesem Fall kann das Programm tatsächlich auf die hinterlegte Vorlage zugreifen und Inhalte in diese Struktur einfügen.

Dadurch ermöglichst du, dass die Präsentation später nachbearbeitet oder erweitert werden kann, während sie gleichzeitig markenkonform bleibt.
Und wir sind uns sicher, dass Microsoft in Zukunft da schnell nachbessern wird und auch die anderen Office-Applikationen sowie Copilot und Cowork nachziehen werden. Bis dahin wollen wir trotzdem einen produktiven und effektiven Workflow aufrechterhalten, wodurch wir uns eine Veroo-eigene Lösung überlegt haben.
Der bessere Workflow
Erst Inhalt, dann Design
Und diese Lösung besteht darin, Inhalt und Design bewusst voneinander zu trennen. Statt direkt eine perfekte CI-konforme Präsentation von der KI zu erwarten, erstellst du zunächst den Inhalt losgelöst vom Corporate Design. Dabei konzentrierst du dich vollständig auf Struktur, Argumentation, Kernaussagen und fachliche Qualität.
Erst dann, wenn du mit deinem Inhalt zufrieden bist, überträgst du die Präsentation in eine bereits existierende Unternehmensvorlage. Das geht ganz einfach, indem du den Link zu der erstellten Datei kopierst und anschließend eine offizielle PowerPoint-Vorlage deines Unternehmens öffnest.

In dieser Vorlage nutzt du nun Copilot, um die Inhalte aus der zuvor erstellten Präsentation einzufügen.

Der Vorteil dieser Herangehensweise liegt darin, dass du nicht mit einer nachgebauten Präsentation, sondern mit einer echten Vorlage arbeitest. Dadurch kannst du auf vorhandene Folienmaster, Layouts und Designelemente zugreifen, neue Folien lassen sich sauber aus dem bestehenden Mastersatz auswählen und die Präsentation bleibt im Corporate Design.
Warum Unternehmensvorlagen so wichtig sind
Damit dieser Workflow für das ganze Team funktioniert, braucht es zentral bereitgestellte Vorlagen. Genau hier kommt die Organisation Asset Library ins Spiel. Dahinter steckt eine SharePoint-Dokumentenbibliothek, die von deinen Administratoren als zentrale Bibliothek für Unternehmensassets definiert wird.
Sobald diese eingerichtet ist, siehst du als angemeldeter Nutzer in den Office-Anwendungen die passenden Vorlagen direkt beim Erstellen neuer Dateien, unabhängig davon, ob es in Word, PowerPoint oder Excel geschieht. Dadurch müssen du und deine Teammitglieder nicht mehr lokal nach der richtigen Vorlage suchen oder alte Dateien kopieren.

Ein weiterer Vorteil: In der Asset Library können die Administratoren Berechtigungen festlegen. Damit können sie Vorlagen gezielt nach Abteilungen oder Nutzergruppen steuern und nicht jede Person in deinem Unternehmen sieht alle Vorlagen, sondern nur die, die für ihren jeweiligen Arbeitsbereich relevant sind.

Fazit
KI ja, aber mit sauberem Vorlagenprozess
Wir bei Veroo sind uns einig, dass KI ein nicht zu unterschätzendes Werkzeug für Präsentationen und Dokumente ist. Aber gerade beim Thema Corporate Design hat Microsoft noch Nachholbedarf und bis die Brand Kits durchgängig und zuverlässig auch außerhalb von PowerPoint funktionieren, müssen wir uns selbst zu helfen wissen, indem wir zuerst den Inhalt selbst niederschreiben und diesen dann mithilfe von der Organisation Asset Library Copilot graphisch in einer zentral bereitgestellten Unternehmensvorlage umsetzen lassen. So entsteht ein Workflow, der deutlich zuverlässiger ist und sich auch im Team sauber weitergeben lässt.
Und damit kombinierst du das Beste aus beiden Welten.
Die Geschwindigkeit und Kreativität von KI mit der Verlässlichkeit eines professionellen Corporate Designs.
Und dadurch erstellst du nicht nur schnelle Dokumente, sondern erzielst bessere, konsistente und markenkonforme Ergebnisse.
Produktive Grüße
Katharina von Team Veroo




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